22 Grüne in Quarantäne: Ulrich wehrt sich nach Vorwürfen wegen Veranstaltung in Saarlouis

Nach einer Veranstaltung der Grünen in Saarlouis mussten 22 Personen in Corona-Quarantäne. Vorwürfe gegen den Stadtverbandschef Hubert Ulrich wurden im Nachgang laut. Er wehrt sich jetzt.

Der Saarlouiser Grünen-Chef Hubert Ulrich wehrt sich gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit einer Veranstaltung im Theater am Ring. 22 Menschen mussten nach der Sitzung in Quarantäne, weil ein Referent positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Schreibfehler auf Anmeldung?

Laut Ulrich habe es bei der Anmeldung des Treffens einen Schreibfehler gegeben, sagte er dem „SR“. Dort sei die Veranstaltung als Fraktionssitzung bezeichnet worden. Adressat für die Rechnung für die Saalmiete sei allerdings der Stadtverband der Grünen gewesen, nicht die Fraktion. Ulrich wirft Saarlouis‘ Oberbürgermeister Peter Demmer (SPD) und Fraktionschef Hakan Gündüz (SPD) vor, die Öffentlichkeit falsch informiert zu haben.

Regeln eingehalten

Er gab an, die Präsenzveranstaltung sei vermutlich ein Fehler gewesen. Während des Treffens seien alle Corona-Regeln eingehalten worden. Ulrich sagte der „SZ“, lediglich beim Sitzen am Platz habe keine Maske getragen werden müssen.

Kritik an Ulrich

Nachdem vergangene Woche bekannt geworden war, dass das Gesundheitsamt rund 20 Menschen nach der Veranstaltungen in Quarantäne geschickt hatte, war Kritik an Hubert Ulrich laut geworden. Er habe „unverantwortlich“ gehandelt, hatten der Ortsverband der Grünen Saarbrücken-Halberg und Petra Port, Landesvorstandsmitglied, gesagt. Sie forderten Ulrich zum Rücktritt auf.

Verwendete Quellen:
– Saarländischer Rundfunk
– Saarbrücker Zeitung
– eigener Bericht

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