„Walk of Steel“: Beschäftigte der Saar-Stahlindustrie legen bereits 200 Kilometer zurück

Am gestrigen Mittwochabend (5. Februar 2020) erreichte der "Walk of Steel", der in Völklingen begann, Neufchâteau in Belgien. Damit wurden bereits 200 Kilometer zurückgelegt. Auf ihrem Weg nach Brüssel erhalten die Stahl-Betriebsräte Unterstützung.
In Völklingen begann der "Walk of Steel". Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk
In Völklingen begann der "Walk of Steel". Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk
In Völklingen begann der "Walk of Steel". Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk
In Völklingen begann der "Walk of Steel". Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk

Insgesamt 350 Kilometer gilt es beim Walk of Steel zu bewältigen. Die Strecke: Völklingen bis Brüssel. Wie „dpa“ meldet, hatten die teilnehmenden Stahl-Betriebsräte am Mittwoch Neufchâteau in Belgien erreicht. 200 Kilometer wurden somit zurückgelegt.

Unterstützung

Auf ihrem Fußmarsch erhalten die Stahl-Betriebsräte Unterstützung: „Es schließen sich immer wieder Gruppen an“, erklärte Susanne Heintz, Sprecherin des Saarstahl-Betriebsrats. Darüber hinaus gebe es in den Gemeinden, die durchquert würden, viel Zuspruch von Bürgermeistern und aus der Bevölkerung. „Unser Anliegen wird verstanden“, so Heintz.

Ziel in Brüssel

Nach dem insgesamt zehntägigen „Walk of Steel“ wollen die Wanderer am Montag (10. Februar) in Brüssel ihre Forderungen an den EU-Kommissar für Klimaschutz, Frans Timmermans, übergeben. Einem Treffen habe er bereits zugesagt, sagte die Sprecherin laut „dpa“.

Zum „Zieleinlauf“ werde es eine Kundgebung der IG Metall geben. Zudem würden Delegationen aus allen stahlproduzierenden Bundesländern erwartet. Man rechne mit mehr als 500 Personen vor Ort.

Hintergrund

Der „Walk of Steel“ soll ein Zeichen für den Erhalt der Arbeitsplätze in der Stahlindustrie setzen. Das erklärte der Betriebsratsvorsitzende bei Saarstahl, Stephan Ahr. Darüber hinaus gehe es um Werbung für die konkrete Unterstützung bei der Umstellung der Stahlindustrie auf eine CO2-freie Produktion sowie faire internationale Wettbewerbsbedingungen.

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums sind in der Saar-Stahlindustrie etwa 14.000 Menschen beschäftigt. „Unter Berücksichtigung von mit dem Sektor verbundenen Wirtschaftszweigen hängen mehr als 22.000 Arbeitsplätze im Saarland vom Stahl ab“, meldet „dpa“.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur
– eigene Berichte