Wegen Glatteis-Warnung im Saarland: Zahlreiche Schulen bleiben am Mittwoch geschlossen

Aufgrund der aktuellen Unwetterwarnung für das Saarland, wonach es am morgigen Mittwoch (17. Januar 2024) zu starken Schneefällen und Glatteis auf den Straßen in der Region kommen soll, bleiben zahlreiche Schulen im Saarland geschlossen. Das ist bislang dazu bekannt:
Aufgrund einer aktuellen Unwetterwarnung bleiben am Mittwoch (17.01.2024) zahlreiche Schulen im Saarland geschlossen. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa-Bildfunk
Aufgrund einer aktuellen Unwetterwarnung bleiben am Mittwoch (17.01.2024) zahlreiche Schulen im Saarland geschlossen. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa-Bildfunk

Unwetterwarnung für das Saarland: Mehrere Schulen bleiben am Mittwoch geschlossen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für das gesamte Saarland eine amtliche Unwetterwarnung ausgesprochen. Schon in den frühen Morgenstunden bestehe am Mittwoch (17. Januar 2024) in allen Landkreisen eine „sehr hohe Glatteisgefahr“, die zu „erheblichen Beeinträchtigungen im Straßen- und Schienenverkehr“ führen werden, so die aktuelle Einschätzung des DWD. Zuvor sollen starke Schneefälle die Straßen in der Region unsicher machen.

Mehrere Schulen im Saarland bleiben am Mittwoch geschlossen

Aufgrund der gefährlichen Wetterlage bleiben am Mittwoch zahlreiche Schulen im Saarland geschlossen. In einem Schreiben einer Schule aus dem Landkreis Merzig-Wadern, das unserer Redaktion vorliegt, heißt es dazu: „Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, nach erneuter Rücksprache mit dem Ministerium und dem Landkreis bleibt die Schule aufgrund der unvorhersehbaren Wetterlage morgen geschlossen. Eine Notbetreuung ist eingerichtet. Schülerinnen und Schüler, die betreut werden müssen, kommen in die Schule“.

Ein ähnliches Schriftstück liegt uns aus dem Landkreis Neunkirchen vor. So haben sämtliche Gymnasien im Landkreis angekündigt, dass am Mittwoch kein regulärer Unterricht stattfinden wird. Auch zwei Schulen aus dem Landkreis St. Wendel haben laut uns vorliegenden Informationen einen solchen Schritt angekündigt. An allen betroffenen Bildungseinrichtungen soll es am Mittwoch lediglich eine Notbetreuung geben.

Aktuell noch unklar, wie viele Schulen im Saarland geschlossen bleiben

Bislang ist nach unseren Informationen noch keine einheitliche Regelung für alle Schulen im Saarland ergangen, sodass zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ganz klar ist, welche Einrichtungen geschlossen bleiben. Im Moment sieht es so aus, als würde jede einzelne Schule eine individuelle Entscheidung treffen. Wir versuchen, im Laufe des heutigen Dienstags noch eine möglichst vollständige Liste aller Schulen im Saarland zu erhalten, die am Mittwoch wegen der Unwetterwarnung geschlossen bleiben. Diese werden wir veröffentlichen, sobald uns die Daten vorliegen.

Update vom Bildungsministerium: „Schulen entscheiden selbst, ob Unterricht stattfindet“

Inzwischen haben wir eine offizielle Stellungnahme des saarländischen Bildungsministeriums erhalten. Demnach entscheiden alle Schulleitungen im Saarland selbst, ob ein normaler Unterricht an ihren Schulen stattfinden kann oder nicht. In der Erklärung des Ministeriums vom Dienstagabend heißt es: „Die Schulleitungen haben die Möglichkeit zu entscheiden, ob ein Unterricht vor Ort bzw. ein Schulbetrieb in Form einer Notbetreuung morgen überhaupt noch stattfinden kann oder ausfallen muss. Das MBK möchte empfehlen, diese Entscheidung mit Augenmaß und Blick auf die regionale Lage aber dringlich zu treffen. Auch eine Notbetreuung kann am morgigen Tage eine Option sein. Die Schulleitungen informieren die Schülerinnen und Schüler bzw. deren Erziehungsberechtigten entsprechend – auch über ihre Entscheidungsfreiheit mit Blick auf die Sicherheit, ihr Kind den Schulweg nicht antreten zu lassen“.

Angekündigte Einzelfallentscheidungen sorgen für Unsicherheit im Saarland

Für den morgigen Mittwoch gibt es im Saarland also keine einheitliche Regelung darüber, ob die einzelnen Schulen geschlossen bleiben oder nicht. Die Einzelentscheidungen der jeweiligen Schulen müssen demnach gesondert gegenüber Erziehungsberechtigten kommuniziert werden. Auf welchen Kommunikationsweg das konkret geschieht, liegt aktuell offenbar auch in der Hand der einzelnen Schulleitungen. Diese Praxis sorgt aktuell leider für viel Unsicherheit und dürfte für viele Eltern und Lehrer:innen sich als unbefriedigend darstellen.

So wurde unsere Redaktion bereits von einzelnen Erziehungsberechtigten kontaktiert, denen gegenüber noch keinerlei Kommunikation stattgefunden habe. Auch einzelne Lehrkräfte haben sich gemeldet und ihren Unmut darüber geäußert, dass sie trotz potenziell gefährlicher Wetterlage in der Schule erscheinen müssten. In einzelnen Fällen stehen sogar noch Klassenarbeiten an, bei denen unsicher ist, ob sie überhaupt durchgeführt werden können.

Verwendete Quellen:
– eigene Recherche