Wie Gemeinden im Nordsaarland noch mehr Sternengucker anlocken wollen

Mehrere Gemeinden im Sankt Wendeler Land haben der Lichtverschmutzung den Kampf angesagt. So könnten bald noch mehr Sternengucker:innen angelockt werden. Was geplant ist:

Ziel: Zertifizierung als „Dark Sky Community“

Das Nordsaarland könnte demnächst noch mehr Sternengucker:innen anlocken: Mehrere Gemeinden im Sankt Wendeler Land haben der Lichtverschmutzung den Kampf angesagt, auch, um einen noch besseren Blick auf den Nachthimmel zu bekommen.

Ziel sei es, eine Zertifizierung der amerikanischen Nichtregierungsorganisation International Dark Sky Association (IDA) als „Dark Sky Community“ zu erhalten, sagte der Mitinitiator und Berater in dem Projekt, Sebastian Voltmer, der Deutschen Presse-Agentur.

Eiweiler soll erstes „Sternendorf“ im Saarland werden

Die Chancen stehen seiner Ansicht nach gut. Er gehe davon aus, dass der erste Schritt der Anerkennung noch in diesem Jahr gelingen werde, so der Astrofotograf. Der Ortsteil Eiweiler in Nohfelden soll das erste „Sternendorf“ im Saarland werden, erläuterte Hobbyastronom Christoph Pütz, der den Antrag bei der IDA stellt. Dort werden in den nächsten Wochen 83 Straßenlaternen auf LED-Leuchten mit warmweißer Lichtfarbe umgerüstet.

Pütz hoffe, dass das Projekt Schule mache – und weitere Gemeinden im Sankt Wendeler Land folgten. Nohfelden und Nonnweiler seien schon mit im Boot. Auch eine Ausdehnung über die Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz könne er sich künftig vorstellen. Denkbar sei dann auch ein Sternenpark mit dem Hunsrück.

Vier Sternenparks in Deutschland

Bislang gibt es in Deutschland vier anerkannte Sternenparks: den Naturpark Westhavelland, das Biosphärenreservat Rhön, den Nationalpark Eifel, die Winklmoosalm in Bayern und – als erste Sternenstadt – Fulda.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur

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