Wie „gudd gess“ wird wirklich im Saarland? Neue Studie liefert spannende Erkenntnisse

"Hauptsach gudd gess" ist ein viel verbreitetes Motto im Saarland. Doch wie gut ist das Ernährungsverhalten der Saarländer:innen wirklich? Eine aktuelle Studie der "Techniker Krankenkasse" liefert spannende Erkenntnisse dazu:
Gesunde Ernährung ist vielen Menschen im Saarland zwar wichtig, aber im Alltag greifen sie trotzdem auch gerne zu Fastfood. Symbolfotos: Unsplash
Gesunde Ernährung ist vielen Menschen im Saarland zwar wichtig, aber im Alltag greifen sie trotzdem auch gerne zu Fastfood. Symbolfotos: Unsplash
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Studie untersucht Essverhalten der Menschen im Saarland

Die „Techniker Krankenkasse (TK)“ hat in ihrer aktuellen Studie „Iss was, Deutschland!“ das Ernährungsverhalten in unterschiedlichen Regionen unter die Lupe genommen. Dazu wurden im vergangenen Jahr insgesamt 1.704 Personen vom Meinungsforschungsinstitut „Forsa“ zu ihrem Ess- und Trinkverhalten befragt. Die Studie gibt einen spannenden Einblick darin, wie „gudd gess“ im Saarland wirklich wird. Das Saarland wurde bei der Studie mit den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Hessen zur „Region Rhein, Main, Saar“ zusammengefasst.

Genuss steht im Saarland im Vordergrund

Wie das Motto „Hauptsach gudd gess“ vermuten lässt, steht in unserer Region der Genuss beim Essen im absoluten Vordergrund. So gaben 99 Prozent der Befragten an, dass es ihnen vor allem wichtig ist, dass das Essen schmeckt. Dass das Essen gesund ist, darauf legen rund 93 Prozent wert. Allerdings bestehen zwischen dem Anspruch einer gesunden Ernährung und der Realität des tatsächlichen Essverhaltens gewaltige Unterschiede, wie die TK-Daten zeigen.

Fastfood im Saarland gefragt

So gaben laut TK 40 Prozent der Befragten an, mehrmals im Monat Fastfood wie beispielsweise Burger, Pommes und Co. zu essen. Dabei greifen 49 Prozent der Befragten wegen mangelnder Zeit auf die „schnelle Küche“ zurück. Für 36 Prozent ist dauerhaftes, gesundes Kochen nur sehr schlecht mit ihrem Berufsalltag vereinbar. Rund ein Drittel der Befragten (34 Prozent) gibt zu, dass es an ihrem fehlenden Durchhaltevermögen liege, dass sie regelmäßig Fastfood zu sich nehmen. Bei 27 Prozent scheitert die gesunde Ernährung an mangelnden Kochkenntnissen.

Für TK wird Gemeinschaftsverpflegung immer wichtiger

„Die Befragung zeigt klar, dass das Bewusstsein für eine gesunde und nachhaltige Ernährung in der Bevölkerung vorhanden ist. Der Weg in den Alltag gestaltet sich aus verschiedenen Gründen aber immer wieder schwierig“, sagt Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland. In diesem Zusammenhang zeige sich für Groh ganz deutlich, dass die Gemeinschaftsverpflegung in Kitas, Schulen und Kantinen eine überragend wichtige Rolle einnehmen. Was hier auf den Tellern landet, entscheide für viele Menschen, ob sie sich gesund ernähren oder eben nicht. Dementsprechend müsse man das Angebot an diesen Orten gesundheitsfördernd gestalten. „Hier können viele Menschen niedrigschwellig mit gesundem Essen erreicht werden“, so der TK-Vertreter.

Viele Saarländer:innen trinken zu wenig

Ein wichtiger Faktor für die Gesundheit ist neben der Ernährung auch das Trinkverhalten. Auch hier zeigt die TK-Studie, dass es noch Luft nach oben gibt. So schaffen es 25 Prozent der Befragten nicht, die empfohlene Menge von 1,5 Litern Flüssigkeit am Tag zu trinken. Jede vierte Person im Saarland trinkt demnach zu wenig.

Das trinken die Menschen im Saarland am liebsten

Das beliebteste Getränk im Saarland ist nach den Daten der TK-Studie Wasser. Neun von zehn Befragten gaben an, dass sie täglich Wasser beziehungsweise Mineralwasser trinken. Welche Getränke bei den Menschen in der Region sonst noch hoch im Kurs sind, zeigt die folgende Übersicht. Demnach trinken die Saarländer:innen täglich oder zumindest mehrmals wöchentlich die folgenden Getränke:

  • Wasser (93 Prozent der Befragten)
  • Kaffee (79 Prozent)
  • Tee (43 Prozent)
  • Milch (35 Prozent)
  • Fruchtsäfte (29 Prozent)
  • Limonaden oder Cola (21 Prozent)
  • Bier (10 Prozent)
  • Wein oder Sekt (9 Prozent)
  • andere alkoholische Getränke (2 Prozent).

Verwendete Quellen:
– Studie der „Techniker Krankenkasse“, abrufbar auf der TK-Website, sowie weitere Informationen der TK