„Late Night Berlin“ im Saarland: Klaas, Schmitti und Jakob feiern Globus-Fleischkäsweck

In der Unterhaltungsshow "Late Night Berlin" ist der zweite Teil des"Saarland-Epos" ausgestrahlt worden. Ob Klaas, Schmitti und Jakob Kröten retten konnten und womit sie sich vor ihrer Mission gestärkt haben, erfahrt ihr hier:
Keine Kröten gab es für Schmitti zu retten. Foto: BeckerBredel
Keine Kröten gab es für Schmitti zu retten. Foto: BeckerBredel

„Late Night Berlin“ zeigt zweiten Teil des „Saarland-Epos“

Am Dienstagabend (12. April 2022) ist in der TV-Show „Late Night Berlin“ der zweite Teil des Saarland-Beitrags gesendet worden. Darin zu sehen ist der Heimatbesuch des gebürtigen Saarländers Thomas „Schmitti“ Schmitt mit seinen Freunden Klaas Heufer-Umlauf und Jakob Lundt. Die Drei hatten zuvor in ihrem Podcast „Baywatch Berlin“ angekündigt, dass sie in Saarbrücken Amphibienhilfe leisten wollen. Da Schmitti bereits vor Antritt der Reise geahnt hatte, dass es Klaas und Jakob beim Saarland-Besuch nicht primär um die Krötenrettung geht, hatte er drei Regeln aufgestellt: keine Saarland-Witze, die Kröten in den Vordergrund stellen und kein Aufriss.

Klaas und Jakob bringen Schmitti in peinliche Situationen

Dass Klaas und Jakob sich nicht an alle Regeln halten wollen, wurde Schmitti allerdings schneller klar, als ihm lieb war. So ging es bereits im ersten Teil des Saarland-Beitrags nur rudimentär um Kröten. Vielmehr wurde Schmitti, der dafür bekannt ist, dass er sich lieber im Hintergrund hält, in den Mittelpunkt gedrängt. Und das nicht unbedingt auf angenehme Art und Weise. So musste er der Saarbrücker Bürgermeisterin Barbara Meyer (Grüne) beispielsweise Katzenzungen schenken, während er beim Besuch im Rathaus von Klaas und Jakob konsequent „der Bub“ genannt wurde. Danach ging es dann zur „Krötenpressekonferenz“, wo sich Schmitti gegenüber den saarländischen Medienvertreter:innen erklären musste. Weitere Einzelheiten sowie das Video des ersten Teils findet ihr unter: „Late Night Berlin: Das Saarland-Epos – Teil 1“.

Schmitti wird in Heimatdorf blamiert

Auch im zweiten Teil des „Saarland-Epos“ geht es zu Beginn weiter nicht um die Amphibienhilfe, sondern vielmehr um das Peinigen von Schmitti. So wird der 42-Jährige mit einer schwarzen Limousine in sein Heimatdorf Homburg-Kirrberg chauffiert, wo der mehr als auffällige Wagen inmitten eines Kreisels hält. Autofahrer:innen kommen im wahrsten Sinne des Wortes nun überhaupt nicht mehr um Schmitti herum, ohne ihn zu bemerken. Dafür sorgen natürlich auch Klaas und Jakob, die alle vorbeifahrenden Menschen mit großer Vehemenz darüber aufklären, dass „der Bub endlich zurück ist“. Schmitti macht das, was er auch bei den Aktionen zuvor tat: Er lässt es über sich ergehen.

Ninja tobt durch Homburger Wälder

Danach fahren die drei Freunde mit Fahrrädern zu „Schmittis altem Ninja-Felsen“. Schmitti beging vor einiger Zeit den Fehler, Klaas und Jakob davon zu erzählen, dass er als Kind mit seinen Freunden in einem Waldgebiet bei Homburg Ninja gespielt hatte. Als gute Mobber wollen Klaas und Jakob diese Information natürlich schamlos ausnutzen. Sie bringen Schmitti zurück an den Ort des damaligen Geschehens und haben rein zufällig ein Ninja-Kostüm in passender Größe sowie „Samurai-Schwerter“ dabei. Doch das ist für Schmitti nun doch ein Stück zu viel Demütigung. Er weigert sich, als erwachsener Mann in ein Ninja-Kostüm zu schlüpfen. Stattdessen steckt er lieber einen anderen erwachsenen Mann in das Kostüm. So muss Redakteur „Rauli“ kurzerhand einspringen. Der zeigt zwar vollen Einsatz, aber wenn es nicht um die Blamage von Schmitti höchstpersönlich geht, zeigen Jakob und Klaas nur noch wenig Interesse am Geschehen.

Klaas, Schmitti und Jakob feiern Globus-Fleischkäsweck

Viel lieber wollen die beiden sich jetzt mit einer saarländischen Attraktion stärken: einem Globus-Fleischkäsweck. So düsen Jakob, Klaas und Schmitti nach Homburg-Einöd, um sich dort einen Snack zu gönnen. Besonders Jakob zeigt sich von der Dicke des Fleischkäses und des Preises von nur einem Euro begeistert. „Oh legg“, freut sich der Kulinariker sogar in saarländischem Dialekt. Gestärkt vom Fleischkäsweck und einem Ur-Pils kippt jetzt auch Schmittis Laune ins Positive. Doch die gute Laune hält nur kurz an. So beichten Klaas und Jakob ihrem Freund, dass es nun zu spät für die Krötenrettung sei und dass man die Aktion auf den nächsten Tag verschieben müsse.

Schmitti wird bei „Krötenrettung“ komplett enttäuscht

Am nächsten Morgen reist Schmitti dann voller Tatendrang mit seinen Freunden nach Püttlingen. Dort warten auch schon Verantwortliche des Naturschutzbunds (NABU) zusammen mit der Saarbrücker Bürgermeisterin und mehreren Presseleuten. In der Folge grasen Schmitti, Klaas und Jakob die Krötenfangzäune ab und durchsuchen die im Boden eingegrabenen Eimer nach Amphibien. Doch Eimer für Eimer wird klar, dass nicht eine einzige Kröte zu finden ist. Denn den Tieren war es in der Nacht schlichtweg zu kalt. Schmitti wittert eine Verschwörung: Haben Klaas und Jakob die ganze Zeit gewusst, dass das Vorhaben von Anfang an keinerlei Aussicht auf Erfolg hatte? Natürlich haben sie das. Aber nicht nur sie. Eine Vertreterin des Naturschutzbundes erklärt Schmitti daraufhin, dass die Kröten nur dann wandern, wenn es in der Nacht noch mindestens fünf Grad sind. Das heißt: Alle Personen vor Ort haben die komplette Aktion lediglich inszeniert.

„Dass wir einfach nie etwas zustande bringen, was irgendwie ’nen Sinn hat“

Schmitti ist nun sichtlich getroffen von der Fake-Krötenrettung. Er zeigt eine Reaktion, die man so sonst nur von Eltern kennt: Er ist nicht sauer, er ist enttäuscht. Enttäuscht über seine Freunde, enttäuscht über die Personen vor Ort, die ihm etwas vorgespielt haben und enttäuscht, dass er eine der wenigen Chancen, mit seiner Arbeit etwas Sinnvolles zu tun, nicht ergreifen konnte. „Ihr wusstet von Anfang an, noch bevor wir aus Berlin losgefahren sind, dass wir keine Kröte finden. Es war euch nur egal!“ […] Wenn man in mein trauriges Gesicht guckt, das ich da gemacht hab, das ist nicht nur weil da keine Kröten waren, das ist alles was, wir machen. Dass wir einfach nie etwas zustande bringen, was irgendwie ’nen Sinn hat, was irgendwie einen Beitrag leistet“ […] Ich wollte einfach nur abhauen, mich ins Bett legen und dann zurück nach Berlin“, so der völlig desillusionierte Schmitti.

Schmitti wird mit Kröte(n) getröstet

Bürgermeisterin Barbara Meyer versucht Schmitti daraufhin mit einer Plüschkröte zu trösten. Leider erfolglos. Nur Klaas kann die Situation wenigstens ein bisschen retten. Da er bereits vorher wusste, dass es den Kröten im Wald für eine Wanderung zu kalt ist, hatte er im Vorfeld einen Frosch von einem Züchter organisiert. Also setzt er das Tier in einen Eimer, um Schmitti die frohe Botschaft zu verkünden, dass er doch eine Kröte retten könne. In einem symbolischen Akt trägt Schmitti das Tier anschließend über die Straße und zeigt sich ein bisschen besänftigt: „Soll ich euch etwas sagen, das hat sogar funktioniert, dass ihr euch Gedanken gemacht habt darüber, wie ihr mich ein bisschen aufheitern könnt“.

Schmitti spricht von „versöhnlichem Abschluss“

Schmittis Resümee fällt trotz der zahlreichen Unannehmlichkeiten dann doch noch halbwegs positiv aus: „Im Endeffekt doch ein versöhnlicher Abschluss, weil ihr mir irgendwie eine Freude bereiten wolltet. Und wenn wir für Aufmerksamkeit sorgen konnten, für diese gute Sache mit den Kröten, mit dem Lyoner und so, dann freut mich das natürlich und dann soll es so gewesen sein.“

Verwendete Quellen:
– Sendung „Late Night Berlin“ vom 12.04.2022