Gefahr für Kinder

Nadeln in Halloween-Süßigkeiten: weit über 50 Fälle in 14 Bundesländern bekannt

In den vergangenen Tagen sorgten Meldungen über versteckte Nadeln, Nägel und weitere Metallgegenstände in Halloween-Süßigkeiten für bundesweites Entsetzen. Inzwischen sind bereits über 50 Fälle in insgesamt 14 verschiedenen Bundesländern bekannt. Die Polizei beschäftigt sich aktuell mit der Frage, ob die Täter:innen online miteinander vernetzt waren:

Timo Holl

SOL.DE-Redaktion

Mein Profil
· · 2 Min. Lesezeit
Nadeln in Halloween-Süßigkeiten: weit über 50 Fälle in 14 Bundesländern bekannt
Vergrößern
In fast ganz Deutschland wurden Halloween-Süßigkeiten mit Nadeln und anderen Fremdkörpern manipuliert. Fotos: Polizei Lippe; Polizeiinspektion Unstrut-Hainich; Polizei Hannover

Gefährliche Halloween-Süßigkeiten: Nadeln, Nägel und weitere Fremdkörper in Süßwaren versteckt – Fälle aus 14 Bundesländern bekannt

In den vergangenen Tagen gab es in Deutschland zahlreiche Meldungen über gefährliche Fremdkörper, die in Halloween-Süßigkeiten versteckt worden sind. So waren unter anderem Nadeln, Nägel, Schrauben und andere Metallfremdkörper in Schokoriegeln, Kaubonbons und anderen Süßwaren gefunden worden. Die Fremdkörper wurden dabei offensichtlich gezielt so platziert, dass insbesondere Kinder sich verletzen sollen. Inzwischen sind weit über 50 solcher Fälle aus insgesamt 14 Bundesländern bekannt. Einzig in Berlin und dem Saarland haben die Polizeidienststellen noch keine Taten dieser Art gemeldet.

Polizei warnt Eltern vor gefährlichen Halloween-Süßigkeiten

Die Polizei ermittelt wegen der manipulierten Halloween-Süßigkeiten damit in fast ganz Deutschland wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung. Sämtliche Eltern im Bundesgebiet werden aktuell zur Vorsicht aufgerufen. Die Polizei empfiehlt den Eltern, die eingesammelten Halloween-Süßigkeiten ihrer Kinder dringend zu kontrollieren. Bei Zweifeln sollten die Süßwaren lieber nicht verzehrt werden.

Bereiten dir solche Meldungen Sorgen?

  • Ja
  • Nein
  • weiß nicht

0 mal wurde bisher abgestimmt.

Wir werten das Ergebnis aus…

Nadeln und Nägel in Halloween-Süßigkeiten: Waren die Täter online vernetzt?

Die genauen Hintergründe sowie mögliche Zusammenhänge der Taten sind bislang noch nicht geklärt. In vielen Fällen lässt sich die Herkunft einzelner Süßigkeiten nur schwer rekonstruieren. Da alle Süßigkeiten in den bekannten Fällen in Deutschland allerdings nach einem ähnlichen Muster manipuliert worden sind, prüfen die Ermittlungsbehörden aktuell, ob die Täterinnen und Täter sich zuvor miteinander vernetzt haben.

Wie das österreichische Bundeskriminalamt am Dienstag (3. November 2026) mitteilte, stehen deutsche und österreichische Behörden dazu miteinander in Kontakt. Auch die EU-Polizeibehörde Europol sei inzwischen eingebunden worden. Es könne derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass die Täterinnen und Täter in sozialen Medien oder in Online-Foren vernetzt gewesen seien. Nähere Details zu den gemeinsamen Ermittlungen wurden vorerst nicht genannt.

SOL als News-Quelle bevorzugen