Lebensmittelkonzern Mars liefert nicht mehr an Rewe, Penny, Edeka und Netto

Wegen eines Streits um die Preise hat der US-Lebensmittelhersteller Mars in der vergangenen Woche Lieferungen an die deutschen Supermarktketten Rewe und Edeka sowie deren Discounter-Töchter Penny und Netto eingestellt. Einige Produkte verschwinden also nach und nach aus den Regalen:
Der Mars-Konzern beliefert Edeka und Rewe nicht mehr - somit auch nicht Penny und Netto. Symbolbild: picture alliance / dpa
Der Mars-Konzern beliefert Edeka und Rewe nicht mehr - somit auch nicht Penny und Netto. Symbolbild: picture alliance / dpa

Mars stellt Lieferungen ein

Der Lebensmittelhersteller Mars beliefert Rewe und Edeka sowie deren Discounter-Töchter Penny und Netto nicht mehr. Der Grund für den Lieferstopp ist der Streit um Preise. Man sehe trotz intensiver Verhandlungen keine Basis, die von Mars geforderten Preiserhöhungen zu akzeptieren, teilte Rewe am Mittwoch, 19.10.2022, in Köln mit.

Streit um Preiserhöhungen

Manche Forderungen, die nicht mit höheren Kosten für Energie und Rohstoffe zu begründen seien, lehne man „strikt ab“. Edeka sieht es ähnlich. „Die aktuellen erheblichen Preisforderungen des Herstellers Mars sind aus unserer Sicht sachlich nicht begründet“, sagte ein Edeka-Sprecher. Mars teilte mit, steigende Kosten würden „so gut wie möglich intern“ aufgefangen. Es sei „jedoch ein gewisses Maß an Preisanpassung nötig“.

Der Streit um Preiserhöhungen dauert schon länger an. Bereits im August hatte Netto mit öffentlicher Werbung für die eigenen Produkte und gegen Mars geworben: „Keine Lust auf Mondpreise von Mars?“ hieß es damals. Stattdessen könnten Kundinnen und Kunden knapp 64 Prozent sparen, wenn sie sich für eine günstigere Alternative der Eigenmarken entscheiden:

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Supermärkte bewerben ihre Eigenmarken

Rewe und Edeka weisen die Kundinnen und Kunden auf Alternativen hin, die sie mit Eigenmarken und anderen Markenprodukten bieten können. Die Lebensmittel Zeitung hatte bereits zuvor darüber berichtet.

Aushang im Rewe-Regal. Foto: privat

Welche Produkte sind betroffen?

Zur deutschen Produktpalette des mächtigen US-Konzerns zählen neben dem gleichnamigen Schokoriegel zahlreiche andere bekannte Süßigkeiten (beispielsweise M&Ms, Snickers, Twix, Bounty, Skittles). Das Unternehmen vertreibt aber auch viele Tierfuttermarken (beispielsweise Pedigree, Whiskas und Kitekat), Instant-Essensprodukte (Miracoli, Ben’s Originals) und Kaugummis (Wrigley’s Extra Airwaves).

Deutsche Presse-Agentur, Facebookseite Netto