Neue Corona-Beschlüsse: Diese Regeln übernimmt das Saarland

Einigung hat es bei der Bund-Länder-Runde am Freitag in Bezug auf neue Corona-Beschlüsse gegeben. Für das Saarland bedeutet das Folgendes:

Im Bild: Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Foto: dpa-Bildfunk/Bernd von Jutrczenka

Für die kommende Omikron-Welle mit möglicherweise explodierenden Corona-Zahlen rüsten sich Bund und Länder. Damit wichtige Infrastrukturen bei einer rasanten Ausbreitung der Variante nicht zusammenbrechen, haben sich die Regierungschef:innen auf weitere Maßnahmen geeignet, so der Stand vom Freitag (7. Januar 2022). Für das Saarland bedeutet das Folgendes:

Saarland übernimmt diese Beschlüsse

Im Rahmen der Bund-Länder-Runde hat es Einigung in Bezug auf Änderungen bei Quarantäne und Isolation in der Corona-Pandemie gegeben. Das übernimmt auch das Saarland, sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Freitag in Saarbrücken. Konkret bedeutet das: Quarantäne für Kontaktpersonen und die Isolierung Infizierter wird verkürzt sowie vereinfacht. Von der Quarantäne ausgenommen gelten:

  • Kontaktpersonen, die geboostert sind
  • Kontaktpersonen, die frisch doppelt geimpft sind
  • Kontaktpersonen, die geimpft und genesen sind
  • Kontaktpersonen, die frisch genesen sind

Quarantäne und Isolation sollen für alle Übrigen in der Regel nach zehn Tagen enden (zuvor: 14 Tage). Man soll sich allerdings vorher „freitesten“ lassen können. Das gehe nun nach sieben Tagen. Tobias Hans zufolge sei Omikron infektiöser. Gleichzeitig könnten betroffene Menschen weniger lang ansteckend sein. In den kommenden Wochen müsste mit vielen infizierten Personen auch in der kritischen Infrastruktur gerechnet werden. Daher müssten sich etwa Quarantäne-Regeln am Rande dessen bewegen, was noch wissenschaftlich vertretbar sei. Bei den jetzt beschlossenen Regeln sei genau das der Fall.

Darüber hinaus hatte die Bund-Länder-Runde entschieden, Zugangsegeln für Gastro-Betriebe zu verschärfen. Künftig soll demnach unabhängig von den Corona-Zahlen sowie bundesweit eine 2G-Plus-Regelung gelten. Für das Saarland hat der Beschluss keine Auswirkungen, hier greift die 2G-Plus-Regelung in der Gastronomie schon.

Statement von Tobias Hans

Das Statement von Tobias Hans zu den Beschlüssen: „Um die Omikron-Welle zu bewältigen und die kritische Infrastruktur bestmöglich vor den Folgen dieser Welle abzusichern, müssen Bund und Länder gemeinsam an einem Strang ziehen. Es ist gut, dass die 2G-Plus-Regel in der Gastronomie jetzt auch bundesweit kommt“. Im Saarland setzte man „weiterhin auf breitflächiges Testen und vor allem auf unseren Impfturbo“.

Sowohl bei der Grundimmunisierung als auch bei den Auffrischungsimpfungen habe das Land „bundesweite Spitzenwerte und [wir] werden weiter alles daransetzen, den Impfturbo am Laufen zu halten“, so der CDU-Politiker. „Die Impfung ist und bleibt unsere beste Chance, endlich den Weg aus der pandemischen Dauerschleife zu finden“. Hans sei den Saarländer:innen „sehr dankbar für ihre außerordentlich hohe Impfbereitschaft. Dieser Dank gilt auch all denjenigen, die die Impfkampagne aktiv mit vorantreiben“. Auch an diesem Wochenende finden seiner Aussage nach erneut „zahlreiche Impfaktionen statt – vielfach aus eigenen Initiativen. Das ist das Markenzeichen unseres Landes: unterhaken, anpacken, selber machen“. So werde man „auch durch die Omikron-Welle kommen.“

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur
– eigener Bericht
– Mitteilung der Staatskanzlei Saar, 07.01.2022