Ausbau von Zweibrücker Outlet: Homburger Bürgermeister zufrieden über Verzögerung

Die Stadt Homburg stellt sich nach Angaben des Bürgermeisters Michael Forster klar gegen eine Erweiterung des Outlet-Centers im benachbarten Zweibrücken. Zufrieden zeigt sich Forster daher auch in Bezug auf das Vertagen einer bestimmten Entscheidung der zuständigen Genehmigungsbehörde:
Hier zu sehen: das Zweibrücker Outlet-Center. Foto: Wikimedia Commons/Alf van Beem/
Hier zu sehen: das Zweibrücker Outlet-Center. Foto: Wikimedia Commons/Alf van Beem/

Entscheidung über Outlet-Ausbau in Zweibrücken verzögert sich

Wie aus einer Mitteilung der Stadt Homburg vom gestrigen Montag (14. November 2022) hervorgeht, äußerte sich Bürgermeister Michael Forster (CDU) jüngst „zufrieden über aktuelle Informationen, wonach in diesem Jahr keine Entscheidung mehr über den Ausbau des Zweibrücker Outlets fallen wird“. Forster bezeichnete es laut Mitteilung als ein „gutes Zeichen“, dass sich die Genehmigungsbehörde in Rheinland-Pfalz für eine abschließende Bewertung der Outlet-Pläne „hinreichend Zeit nimmt“. Demnach würden „alle kritischen Einlassungen der Gegner der geplanten Erweiterung“ in die Bewertung miteinbezogen, so der Homburger Bürgermeister.

Ausbau von 21.000 auf 29.500 Quadratmeter

Angaben der Stadt zufolge hatte Hannes Kopf, der Präsident der Struktur- und Genehmigungsbehörde Süd (SGD), gegenüber der „Rheinpfalz“ erklärt: Er gehe davon aus, dass erst im Frühjahr 2023 eine Entscheidung über die geplante Erweiterung des Shopping-Centers falle. Der Betreiber „Via Outlets“ habe einen Ausbau von 21.000 auf 29.500 Quadratmeter Verkaufsfläche beantragt. Zudem deutete Kopf an, dass gegen eine mögliche Baugenehmigung der Stadt Zweibrücken später auch geklagt werden könnte, teilte die Stadt Homburg mit.

Homburg gegen Outlet-Erweiterung

Von dem erwarteten Bescheid der Behörde ungeachtet, verdeutlichte Forster noch einmal seine Sichtweise: Die Stadt Homburg „wie im übrigen auch umliegende Kommunen“ sei „klar gegen eine Erweiterung des Zweibrücker Outlet-Centers“, hieß es. „Das Outlet auf der sogenannten grünen Wiese untergräbt und schadet unserem Ziel einer lebendigen Innenstadt“, wird der CDU-Politiker zitiert. In nahezu allen Kommunen gehe es darum, Zentren sowie Ortskerne zu stärken. „Dem steht das Outlet komplett – nicht erst mit der jetzt beantragten Erweiterung – entgegen“.

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Laut Forster gehe es „nicht nur um die 8.500 Quadratmeter, sondern in Summe soll dort ein Outlet-Center mit 29.500 Quadratmeter entstehen“. Dahinter verberge sich „die klassische Salami-Taktik“. „Scheibchenweise wird erweitert, obwohl die Betreiber ursprünglich verkündeten, von einer Erweiterung abzusehen“.

Klage nicht ausgeschlossen

Wie ebenso aus der Mitteilung der Stadt Homburg hervorgeht, behalte man es sich vor, „eine Klage anzustrengen“. Forster dazu: „Zunächst setzen wir auch weiterhin darauf, dass unsere Argumente in Rheinland-Pfalz Gehör finden“.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung der Stadt Homburg, 14.11.2022
– eigene Berichte