Neunkircher Zoo will Pavian-Gehege ausbauen – weitere Anlage für Pinguine geplant

Für dieses Jahr plant der Zoo in Neunkirchen zwei große Projekte: den Ausbau des Pavian-Geheges sowie eine neue Anlage für Pinguine. Wann es losgehen soll:

Hier zu sehen: eine Aufnahme des Geheges von 2018. Screenshot: Facebook/Tierbefreiungsoffensive Saar e.V.

Diskussion um Pavian-Haltung in Neunkirchen

2018 hatte die Haltung der Paviane im Zoo Neunkirchen immer wieder zu hitzigen Diskussionen geführt. Der Grund: eine mutmaßliche „Überbevölkerung“ war Tierschützer:innen ein Dorn im Auge. Kritik gab es zu dem Zeitpunkt auch am Gesundheitszustand der Paviane. Es folgte eine Anzeige einer Tierschutzorganisation.

Ende 2018 hatte unter anderem Primaten-Forscher Franz-Josef Kaup ein Gutachten zu den Pavianen im Neunkircher Zoo vorgelegt. Dieses attestierte, dass sich die Tiere in einem „guten Pflege- und Ernährungszustand“ befänden und „normales Verhalten“ aufweisen würden. Allerdings riet der Forscher auch dazu, die Geburten- und Gesundheitskontrolle besser zu beachten. Letztlich wurden 30 der Tiere abgegeben.

Zoo Neunkirchen: Pavian-Gehege wird ausgebaut

Wie der „SR“ berichtet, plant der Neunkircher Zoo für 2022 einen Ausbau des Pavian-Geheges. Mittels von Containern soll zunächst die Innenanlage verbessert werden. Dafür sollen 180.000 Euro fließen. Im weiteren Verlauf sind Verbesserungen an der Außenanlage des Geheges geplant, so Zoodirektor Norbert Fritsch zum „SR“. Beginnen sollen erste Umbauten Anfang Mai. Voraussichtlich bis Mitte des Jahres soll der Abschnitt fertiggestellt werden. Das hänge allerdings auch vom Wetter ab.

Anlage für Pinguine in Neunkirchen geplant

In das derzeit leerstehende Seehund-Becken sollen bald Brillenpinguine einziehen, heißt es im Medienbericht. Zoodirektor Fritsch zufolge könnten die Tiere in einem drei- bis viermal so groß gestalteten Bereich leben. Denn anders als Seehunde könnten Pinguine auch den Hang mitnutzen, sagte er dem „SR“. Aktuell sei aber noch unklar, wann die Arbeiten beginnen werden. Auch über die Kosten liegen keine Informationen vor. Gründe dafür seien etwa Lieferprobleme bei Baumaterialien.

Verwendete Quellen:
– Saarländischer Rundfunk
– eigene Berichte