Einfache Maßnahmen

Heizkosten senken: Mit diesen Tipps lassen sich bis zu 1.000 Euro sparen

Heizen kann in diesem Jahr für viele Haushalte spürbar teurer werden. Gleichzeitig schlummert gerade beim Heizen ordentliches Sparpotenzial - in manchen Fällen sind mehrere Hundert Euro im Jahr drin. Mit diesen einfachen Tipps lässt sich der Verbrauch reduzieren:

Jasmina Zekic

Online-Redakteurin aus Trier

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Heizkosten senken: Mit diesen Tipps lassen sich bis zu 1.000 Euro sparen
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Mit einfachen Maßnahmen können die Heizkosten erheblich gesenkt werden. Symbolfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Heizkosten steigen 2026 an

Für viele Haushalte könnte das Heizen in diesem Jahr erneut teurer werden. Neue Berechnungen der Beratungsgesellschaft co2online zeigen, dass die Kosten je nach Heizart unterschiedlich stark steigen – gleichzeitig gibt es für die meisten Haushalte noch erhebliches Sparpotenzial. Mit einigen einfachen Maßnahmen können Verbraucher:innen ihre Heizkosten deutlich senken.

Heizöl wird deutlich teurer – Gas etwas günstiger

Besonders stark fällt der prognostizierte Anstieg bei Heizöl aus. Für eine durchschnittliche 70-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus rechnet co2online im Vergleich zu 2025 mit 24 Prozent höheren Heizkosten. Auch wer mit Holzpellets heizt, muss voraussichtlich tiefer in die Tasche greifen. Hier liegt der erwartete Anstieg bei rund 17 Prozent. Etwas moderater entwickeln sich die Kosten für Fernwärme und Wärmepumpen. Sie steigen den Berechnungen zufolge nur im unteren einstelligen Prozentbereich.

Eine Ausnahme bildet Erdgas. Hier könnten die Heizkosten im Vergleich zum vergangenen Jahr sogar leicht sinken. Bei Einfamilienhäusern zeigt sich laut co2online ein ähnliches Bild.

So viel können Haushalte beim Heizen sparen

Trotz steigender Kosten gibt es gute Nachrichten: Nach Einschätzung von co2online können neun von zehn Haushalten ihren Energieverbrauch beim Heizen noch reduzieren. In einer Wohnung lassen sich demnach durchschnittlich rund 465 Euro im Jahr sparen. Bei einem Einfamilienhaus sind sogar etwa 1.000 Euro jährlich möglich.

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Doch dafür muss nicht unbedingt gleich eine neue Heizung eingebaut werden. Schon kleine Veränderungen im Alltag können sich bemerkbar machen.

Ein Grad weniger kann bereits helfen

Ein besonders einfacher Ansatz ist die Raumtemperatur. Nach Angaben der Verbraucherzentralen lässt sich der Heizenergieverbrauch durch ein Grad weniger Raumtemperatur um etwa sechs Prozent reduzieren. Im Wohnzimmer gelten rund 20 Grad als sinnvoll. Das entspricht bei vielen Thermostaten ungefähr der Stufe 3. Im Schlafzimmer reichen dagegen meist 18 Grad, also etwa Stufe 2,5. Weniger genutzte Räume können auf ungefähr 16 Grad temperiert werden, das entspricht in der Regel Stufe 2.

Deutlich kälter sollte es allerdings nicht werden. Bei zu niedrigen Temperaturen steigt das Risiko für Feuchtigkeit und Schimmel.

Thermostate können das Heizen automatisch regeln

Wer tagsüber außer Haus ist, muss die Wohnung nicht die ganze Zeit auf Wohntemperatur halten. Statt die Heizung morgens und abends von Hand zu verstellen, können programmierbare oder vernetzte Thermostate die Temperatur automatisch anpassen.

Nach Einschätzung der Verbraucherzentralen steckt gerade in einer individuell eingestellten Zeitsteuerung mit Absenkzeiten großes Einsparpotenzial. Eine Ausnahme sind Wärmepumpen: Sie arbeiten laut den Verbraucherschützern in der Regel effizienter, wenn auf eine Absenkung verzichtet wird.

Heizkörper nicht zustellen

Auch die Einrichtung kann beeinflussen, wie gut ein Heizkörper seine Wärme abgibt. Sofas und Schränke sollten mindestens 30 Zentimeter Abstand zum Heizkörper haben. Auch Vorhänge oder Heizkörperverkleidungen können verhindern, dass sich die warme Luft ungehindert im Raum verteilt.

Gleichzeitig lohnt sich ein Blick hinter den Heizkörper. Gerade in schlecht gedämmten Heizkörpernischen kann viel Wärme über die Außenwand verloren gehen. Laut Verbraucherzentralen können dadurch Kosten von bis zu 30 Euro pro Quadratmeter Nischenfläche entstehen.

Auch Heizungsrohre sollten gedämmt sein

Wer Energie sparen möchte, sollte außerdem die Heizungsrohre kontrollieren – vor allem in unbeheizten Kellerräumen. Sind die Rohre dort ungedämmt, geht Wärme verloren, bevor sie überhaupt in den Wohnräumen ankommt.

Eine Dämmung kann sich deshalb lohnen. Nach Angaben der Verbraucherzentralen lassen sich dadurch bis zu zehn Euro pro Meter Rohr und Jahr einsparen. Zudem besteht für bestimmte Heizungs- und Warmwasserleitungen in unbeheizten Räumen eine gesetzliche Dämmpflicht.

Fenster und Türen auf undichte Stellen prüfen

Auch durch undichte Fenster und Türen kann wertvolle Wärme nach draußen entweichen. Ob ein Fenster dicht schließt, lässt sich laut Verbraucherzentralen mit einem einfachen Test überprüfen: Ein Stück Papier wird zwischen Fenster und Rahmen geklemmt. Lässt es sich bei geschlossenem Fenster leicht herausziehen, kann die Dichtung zu schwach sein.

In diesem Fall können neue Dichtungen helfen. Teilweise müssen auch Fensterflügel oder Türen neu eingestellt werden.

Stoßlüften statt Fenster auf Kipp

Trotz kalter Außentemperaturen sollte regelmäßiges Lüften nicht ausfallen. Wer dabei möglichst wenig Heizenergie verschwenden möchte, sollte die Fenster allerdings nicht über längere Zeit gekippt lassen. Stattdessen empfehlen die Verbraucherschützer, mehrmals am Tag kurz und kräftig zu lüften. Idealerweise entsteht dabei Durchzug. So wird die verbrauchte Raumluft schnell ausgetauscht, während Wände und Möbel weniger stark auskühlen.

Als Richtwert gelten drei bis vier Lüftungen pro Tag. Wer tagsüber nicht zu Hause ist, kann morgens und abends lüften. Bei kaltem oder windigem Wetter reichen häufig bereits drei bis fünf Minuten.

Gluckert die Heizung? Dann kann Luft im System sein

Nicht nur beim Lüften der Räume lohnt sich ein genauer Blick auf die Heizung. Wird ein Heizkörper nicht richtig warm oder beginnt er zu gluckern, kann Luft im Heizsystem die Ursache sein. In diesem Fall kann es helfen, den Heizkörper zu entlüften. Dabei wird die eingeschlossene Luft über das Entlüftungsventil abgelassen. Anschließend sollte überprüft werden, ob der Wasserdruck der Heizungsanlage noch stimmt. Gerade bei einer Zentralheizung im Mehrfamilienhaus sollten Mieter:innen bei Problemen mit der Anlage allerdings den Vermieter oder die Hausverwaltung informieren.

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