Die Bezüge der mehr als 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland steigen zum 1. Juli 2027 voraussichtlich erneut deutlich. Nach einem Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, geht die Regierung von einer Anhebung um 4,1 Prozent aus. Zuerst hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ darüber berichtet.
Rentenerhöhung 2027: Regierung geht von 4,1 Prozent aus
Damit fällt die erwartete Rentenerhöhung etwas niedriger aus als noch im Frühjahr angenommen. Eine Schätzung der Deutschen Rentenversicherung von April 2026 war von einem Plus von rund 4,4 Prozent ausgegangen.
Die genaue Rentenanpassung wird im Frühjahr 2027 ermittelt. Zum 1. Juli 2026 waren die gesetzlichen Renten in Deutschland um 4,24 Prozent gestiegen.
So viel mehr Rente gibt es bei 4,1 Prozent
Bei einer monatlichen Bruttorente von 1.000 Euro entspricht eine Erhöhung um 4,1 Prozent einem Plus von 41 Euro. Bei 1.500 Euro sind es 61,50 Euro mehr, bei 2.000 Euro 82 Euro.
Was die erwartete Erhöhung für verschiedene Rentenhöhen bedeutet:
| Bisherige Rente | Plus von 4,1 Prozent | Neue Rente |
|---|---|---|
| 500 Euro | 20,50 Euro | 520,50 Euro |
| 800 Euro | 32,80 Euro | 832,80 Euro |
| 1.000 Euro | 41 Euro | 1.041 Euro |
| 1.200 Euro | 49,20 Euro | 1.249,20 Euro |
| 1.500 Euro | 61,50 Euro | 1.561,50 Euro |
| 1.800 Euro | 73,80 Euro | 1.873,80 Euro |
| 2.000 Euro | 82 Euro | 2.082 Euro |
| 2.500 Euro | 102,50 Euro | 2.602,50 Euro |
| 3.000 Euro | 123 Euro | 3.123 Euro |
Davon hängt die Rentenerhöhung ab
Wie stark die gesetzlichen Renten steigen, hängt unter anderem von der Entwicklung der Löhne in Deutschland ab. Steigen die Einkommen der Beschäftigten, wirkt sich das grundsätzlich auch auf die Rentenanpassung aus. Daneben fließen weitere Faktoren wie der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung und das Rentenniveau in die Berechnung ein.
Die endgültige Rentenerhöhung wird im Frühjahr festgelegt und gilt ab dem 1. Juli 2027.